Diese Methode fördert die Eigenverantwortlichkeit der Konfliktgegner im Gegensatz zu den üblichen Schlichtungsverfahren. Der Mediator urteilt und schlichtet nicht, sondern ermöglicht und begleitet den Prozess der Konfliktbearbeitung so, dass die Kontrahenten in wachsendem Maße Inhalte und Regelungen selbst gestalten.
Wie funktioniert Mediation?Im Mediationsgespräch brauchen die Streitenden die Hilfe des Mediators, um ihre konstruktive Gestaltungsfähigkeit der gemeinsamen Beziehung bewusst neu- oder weiterzuentwickeln. Innerhalb des Gesprächsprozesses nimmt diese konfliktbedingte Hilfsbedürftigkeit kontinuierlich ab, unterliegt jedoch in den 4 Phasen mehreren dynamischen Schwankungen.
Der Mediator nimmt diese wahr und bezieht sie bewußt ein, um zum Ende des Gesprächs seinen eigenen Einfluß weitgehend reduziert zu haben. Das erfordert ein Maximum an Einfühlungsvermögen, Gesprächsführung, Konfliktanalyse und professioneller Distanzierung.
Die 4 Phasen des Mediationsgesprächs sind: den Konflikt darstellen - Hintergrund erhellen, Gefühlsebene einbeziehen - Ideen sammeln, soziale Phantasie - Verhandeln und Vereinbaren.
